Vanlife in 7 Tagen: Unser Traum vom DIY Campervan
Eine Woche, ein Bus, unendlich viele Möglichkeiten. Im Mai diesen Jahres haben wir versucht, einen kompletten Campervan in nur 7 Tagen auszubauen. Ob uns das gelungen ist erfährst du hier!
Du träumst von deinem eigenen Camper, hast aber keine Ahnung vom Ausbau? Keine Sorge, du bist nicht allein! Auch wir haben als Anfänger klein angefangen. Mit ein bisschen Planung, Kreativität und der richtigen Unterstützung kannst du deinen Traum vom selbst ausgebauten Camper verwirklichen.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du dich optimal auf dein Projekt vorbereitest und welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen.
Vorbereitung und Planung
Hand aufs Herz: Wer von uns ist schon gelernter Handwerker oder Elektriker? Genau, die wenigsten! Als wir uns entschlossen haben, unseren VW T5 in einen gemütlichen Camper zu verwandeln, standen wir vor der gleichen Herausforderung. Ohne Vorkenntnisse in diesen Bereichen, war die Vorbereitung das A und O. Um unser Projekt zum Erfolg zu führen, haben wir vorab einfach sehr viel recherchiert, aber wem macht das schon besonders viel Spaß? Dabei haben wir uns nicht nur auf das Internet verlassen, sondern auch unser Umfeld nach Rat gefragt. Das Internet war hierbei nichtsdestotrotz unser größter Fraund und Helfer: von Pinterest für inspirierende Innenausbauten über YouTube-Tutorials bis hin zu Instagram-Hacks – die digitale Welt bietet eine schier unendliche Quelle an Informationen und Tipps. Und zu guter Letzt, wollen wir dir hier auch eine Unterstützung sein, um dein womöglich nächstes Projekt umzusetzen.
Und los gehts: Wir bauen einen Campervan aus
Voller Tatendrang stürzen wir uns zu Beginn des Jahres in unseren Traum vom eigenen Campervan. Inspiriert von den zahlreichen Social-Media-Beiträgen, in denen gefühlt jeder seinen Van selbst ausbaut und damit die Welt bereist, haben auch wir uns entschieden, diesen Traum in die Realität umzusetzen. Ein Post hat mich dabei besonders gechacht, von daher war unser Ziel geteckt, ein Van Ausbau in einer Woche.
Der erste Schritt bestand darin, ein geeignetes Fahrzeug zu finden, das sich für den Umbau zum Campervan eignet. Es sollte möglichst alles bieten, was wir brauchen, und zudem preislich im Rahmen bleiben. Glücklicherweise hatten wir in unserer Verwandtschaft Zugang zu einem VW Bus, den wir erwerben konnten. Es handelt sich um einen VW T5 Multivan aus dem Jahr 2011 mit kurzem Radstand – ein komfortables Auto, das bereits einige Funktionen bietet.
Doch wir wollten mehr: Unser Plan umfasst ein richtiges Bett statt der umgeklappten Sitze, ein Waschbecken mit einem funktionierenden Wasserhahn und Dusche, anstelle eines einfachen Frischwasserkanisters, und schließlich eine funktionierende Küche inklusive Kühlschrank. Das, liebe Freunde, ist unsere Vision!
Als allererstes haben wir einen Autoradio verbaut, dazu mehr, sowie Tipps und Tricks, findest du in unserem Part 1 - Radio Upgrade - Campervan Umbau.

Ich hatte bereits erwähnt, dass eine gründliche Planung das A und O des gesamten Prozesses ist. Dennoch mussten wir während des Ausbaus immer wieder feststellen, dass unvorhergesehene Herausforderungen auftraten, die wir im Voraus nicht bedacht hatten. Dies führte dazu, dass wir häufig unseren ursprünglichen Plan überarbeiten und anpassen mussten. Was wir nun auch im nächsten Schritt festgestellt haben. Da wir relativ zeitnah mit dem Van losfahren wollen, war das Bett aus unserer Sicht daher das Wichtigste um zu starten. Also beginnen wir mit dem Bau des Bettes. Dabei müssen wir jedoch beachten, dass die Planung des Bettes – unserer Meinung nach das Herzstück des Campervans – auch die Maße für alle anderen Elemente beeinflusst.
Hier muss man vor allem beachten, in welchem Zsuammenhang das geplante Teil mit den jeweils anderen Funktionen des Campers stehen soll, z.B. den Maßen für die Küche oder der Verstauflächen uns auch den Auszügen. Es gilt also, den Innenraum präzise auszumessen und die entsprechenden Maße zu überlegen. Wenn man beispielsweise ein möglichst großes Bett einplant, könnte am Ende der Platz für Stauraum fehlen. Außerdem darf das Bett nicht zu hoch sein, da man sonst nicht mehr aufrecht sitzen kann, aber auch nicht zu niedrig, um wertvollen Stauraum darunter nicht zu verlieren.
Diese Fragen sind entscheidend und sollten vor dem Ausbau und der Umsetzung geklärt werden. Da wir jedoch noch nie ein solches Projekt in die Realität umgesetzt hatten, waren wir uns unsicher, woher wir dieses Wissen nehmen sollten. Dennoch war uns klar, dass wir, da wir beide relativ groß sind, uns im Bett gerne ausstrecken möchten. Bei der Breite des Bettes waren wir bereit, etwas zu sparen, da wir keine Probleme mit engen Platzverhältnissen haben. Doch die detailierte Plaung und den dazugehörigen Ausbau des Bettes findest du HIER. Und die richtigen Maße finden, zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Ausbau, da muss jeder für sich selber entscheiden was einem wichtiger ist, ob das nun viel Liegefläche, eine gute Sitzhöhe oder viel Stauraum ist.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Materialbeschaffung. Besonders wenn man den Ausbau komplett selbst übernehmen möchte, einschließlich des Zuschnitts von Holzplatten, benötigt man spezielles Werkzeug. Dieses hat der durchschnittliche Heimwerker oft nicht zur Hand, was schnell teuer werden kann. Wir hatten das große Glück, dass das meiste Werkzeug, das wir brauchten, in unseren Familien bereits vorhanden war oder uns zur Verfügung gestellt wurde. Das hat uns eine Menge Kosten erspart. Trotzdem wollten wir auf nichts verzichten und haben uns bei Bedarf nach alternativen Lösungen umgesehen. Dies bedeutete jedoch auch viele Besuche in Baumärkten und Fachgeschäften, um die passenden Materialien zu finden.
Herausforderungen:
-
Messung und Genauigkeit: Als eine der größten Herausforderungen würden wir tatsächlich sagen, war es den gesamten Ausbau zu planen und die richtigen Maße zu nehmen, um alles so genau wie emöglich zu konstruieren. Und da es sich um ein Auto handelt, sind die Wände nicht gerade sondern eher krum und schief. Durch ungenaue Messungen, haben sich im Nachhinein bei anderen Zuschnitten ein paar kleiner Problematiken entwickelt.
-
Elektrik: Da wir beide keine ausgebildeten Elektriker sind, rückte das Thema Elektrik zunächst in den Hintergrund. Dennoch hatten wir es stets im Hinterkopf. Zu Beginn erstellten wir einen groben Plan, wie der Stromkreis im Van verlaufen sollte, um Kurzschlüsse zu vermeiden und alles sicher zu installieren. Dabei wurde uns schnell klar, wie zeitintensiv bereits die Planung der Elektrik ist – viel mehr, als wir ursprünglich angenommen hatten.
-
Zeit: Die Recherche zu den verschiedenen Themenbereichen ist nicht nur zeitaufwendig, sondern wird auch oft unterschätzt. Hinzu kommt die Materialbeschaffung, die ebenfalls viel Zeit in Anspruch nimmt. Mit jedem Schritt scheint sich ein neues Hindernis aufzutun, sodass wir mehr Zeit in Baumärkten und Online-Shops verbracht haben, als uns lieb war.
Ergebins unseres selbst ausgebauten VW T5:
Was sollen wir sagen – wir sind absolut begeistert vom Ergebnis! Unser Van hat bereits einige Urlaube im ausgebauten Zustand erlebt, und bisher gab es nichts, das nicht funktioniert hätte. Da es sich um einen Multivan handelt, ist der Tisch in der Schiebetür verstaut, sodass kein zusätzlicher Stauraum nötig ist. Obwohl wir den kompletten Ausbau, von der Planung bis zur Fertigstellung, nicht ganz in sieben Tagen geschafft haben, ist das Ergebnis genau so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben. Ohne die zusätzliche Zeit hätten wir das Projekt in dieser Form vermutlich nicht so erfolgreich umsetzen können.
Unser Fazit lautet daher: Auch wenn wir den Umbau nicht in den angestrebten sieben Tagen geschafft haben, lag das vor allem an unserem vollen Terminkalender. Neben unserer Vollzeitarbeit haben wir uns auch Zeit für Familie und Freunde genommen. Trotzdem haben wir in nur einem Monat enorm viel erreicht und können stolz auf das Ergebnis sein.
Reality Check:
Ein persönliches Learning ist, dass Social Media oft ein verzerrtes Bild der Realität zeigt. So einfach und reibungslos, wie es dort manchmal aussieht, ist es in der Praxis oft nicht – besonders, wenn man andere Voraussetzungen hat. Deshalb unser Tipp: Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht, und geht es in eurem eigenen Tempo an. Setzt euch ambitionierte, aber realistische Ziele und habt nicht zu hohe Erwartungen an euch selbst. Am Ende wird das Ergebnis sogar besser sein, als ihr es euch vorgestellt habt.
Tipps & Tricks:
- Genügend Zeit einplanen: Sowohl für die Recherche als auch für die Materialbeschaffung sollte ausreichend Zeit einkalkuliert werden.
- Pausen einlegen: Gönne dir regelmäßig Pausen, um neue Energie zu tanken und den Kopf frei zu bekommen.
- Internet sinnvoll nutzen: Nutze Online-Ressourcen für Inspiration und Lösungsansätze – man muss das Rad nicht neu erfinden.
- Hilfe annehmen: Scheue dich nicht, Unterstützung von Freunden oder Experten in Anspruch zu nehmen.
- Mut zum Ausprobieren: Manchmal hilft es, einfach loszulegen und Dinge auszuprobieren – Ganz nach dem Mott: Learning by Doing!
- Einrichtung anpassen: Bei der Einrichtung vor allem sperigen Gegenständen vorsichtig sein, ob sich das alles gut verstauen lässt, wie beispielsweise Stühle und Kochutensilien, sodass während des Fahrens nichts verrutscht.
Zusätzliche Aspekte, die für einen Ausbau interessant sein können:
Kosten: Wie viel haben wir nun insgesamt bezahlt? Hier könnt ihr eine Liste mit unseren Gesamtausgaben finden.
- Innenausbau / Grundierung
- Materialkosten Ausstattung: Welche Ausstattung habrn wir verwendet und eingebaut (Bett, Küche, Dusche, etc.)?
- Küche
- Auszüge
- Wohnzimmer
- Bad Inspiration: Wo haben wir unsere Ideen her?
- Youtube
Marokko: Eine Reise durch die Vielfalt Nordafrikas